Verfolgte Schriftsteller – writers in exil

Der 15.11. war der „Tag des inhaftierten Schriftstellers“ und in wenigen Fernsehbeiträgen sowie im Netz wurde uns in Erinnerung gerufen, dass es weltweit über 800* Schriftsteller/Journalisten gibt, die politisch verfolgt werden, weil sie über politische oder gesellschaftliche Missstände schreiben.

Nach Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hat jeder „das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten“.

In so vielen Ländern wird dieses Recht durch massiven Druck auf Schriftsteller, Verleger und Journalisten eingeschränkt oder aufgehoben. Die kritischen Autoren werden unter Druck gesetzt, willkürlich inhaftiert und sogar gefoltert. Um diesen mutigen Menschen zu helfen, hat die Schriftstellervereinigung P.E.N vor langer Zeit schon das Projekt writers in exil ins Leben gerufen. Ziel des Projektes ist, verfolgten Schriftstellern für einige Zeit einen sicheren Ort in einem anderen Land bereitzustellen, an dem sie arbeiten und leben können. Dazu gehören die Mittel für ihre Arbeit sowie ihre Verpflegung. Die Bundesregierung Deutschland unterstützt dieses Projekt mit jährlichen Zuwendungen. Die derzeitigen Stipendiaten in Deutschland finden man hier.

Zur Zeit wurde die Initiative ergriffen, auch in der Schweiz einen solchen Ort für Schreibende im Exil bereitzustellen. Auf der Crowdfunding Plattform wemakeit.ch kann man sich diesem wichtigen Projekt anschließen.

*Quelle: wemakeit.ch/Projekt/Writers in exil Programm für die Schweiz

Heike Vullriede