Fast schon Theater – Lesung mit Jockel Tschiersch

Wenn ein Schauspieler eine Lesung hält, werden Romanfiguren lebendig. Mit viel Temperament und in mehreren Dialekten präsentierte Jockel Tschiersch im Kutschenmuseum Gescher und unter Mitwirkung der Buchhandlung ihrBuchladen seinen Roman Rita und die Zärtlichkeit der Planierraupe. Und wie der Titel bereits verheißt, gab es für das Publikum im vollbesetzten Haus eine Menge zum Lachen.

Jockel Tschiersch

Wie findet ein liebenswerter Depp aus dem Allgäu auf einer Planierraupe an die Ostsee, wenn er nicht lesen kann? Wenn er Glück hat, dann als Mitfahrer 700 km weit im Lader von Rheinländer Heinz, dem philosophisch angehauchten Trucker mit Hang zum weiblichen Geschlecht und deren Strumpfhosen. Und dann ist da noch Rita, die Schöne aus dem Osten, die den beiden kilometerweit im Porsche auf der rechten Fahrspur der Autobahn hinterher kriecht und den Allgäuer Deppen schätzen lernt.

Wenn das einer vorliest, der Dialekte beherrscht, dann werden sie lebendig, die Chararktere eines Romans. Die Besucher des Kutschenmuseums amüsierten sich also nicht nur wegen des Weins, der auf ihren Tischen stand und schafften die kurzweilige Lesung auch ohne Pause. Dass Jockel Tschiersch über eine Stunde las, merkte man in der lockeren Atmosphäre nicht.

Jockel Tschiersch ist nicht nur Schaupieler, sondern auch Kabarettist, zur Zeit unterwegs mit seinem Stand up Programm Pubertät ab 50.

Wer wissen möchte, ob es der Allgäuer mit der Planierraupe bis zur Ostsee schafft und was aus ihm und Rita wird, der kann das Buch im Buchhandel bestellen oder eine der nächsten Lesungen besuchen (ISBN: 978-3442312818, Goldmann Verlag, Februar 2012)

Rita und die Zärtlichlkeit der Planierraupe